facebook

Werkzeuge des Web 2.0 sollen die Kommunikation in Unternehmen offener und transparenter machen. Die IT-Branche wittert im Facebook-Prinzip gute Geschäfte – mancher Manager scheut aber den Kontrollverlust.

Binnen weniger Jahre hat Facebook die Kommunikation im Netz verändert. Früher schrieb man sich Mails oder chattete, oft in trauter Zweisamkeit, manchmal mit Verteiler. Heute lassen viele Nutzer oft gleich den ganzen Facebook-Freundeskreis wissen, was sie lesen oder essen, woran sie arbeiten oder mit wem sie feiern. Das Netzwerk – die eigene kleine Öffentlichkeit – kommentiert, lästert oder klickt den «Gefällt mir»-Button. So lernt jeder ein bisschen mehr über die anderen. Wenn er sich oft genug einloggt.

Wissen, was die Kollegen tun – das ist in der heutigen Bürowelt das A und O. Daher setzen immer mehr Unternehmen auf die Werkzeuge des Web 2.0, um verborgenes Wissen in den Köpfen der Mitarbeiter zutage zu fördern oder Projekte mit Schwarmintelligenz zu koordinieren. Zumal immer mehr Nutzer im Netz aktiv sind. Die IT-Branche wittert ein lukratives Geschäft: Anbieter wie IBM, Salesforce und Xing übernehmen das Facebook-Prinzip in ihre Software. Das modische Schlagwort dafür lautet «Enterprise 2.0».

Das Online-Netzwerk Xing gehört zu den Pionieren des Web 2.0 und war bereits populär, als hier noch niemand Facebook kannte. Dennoch begibt sich das Hamburger Unternehmen seit kurzem auf den Facebook-Weg: Wie beim Konkurrenten sehen Mitglieder nun eine Art Ticker mit Neuigkeiten aus ihrem Netzwerk. Ein Klick auf das Logo mit der Sprechblase, und sie hinterlassen einen Kommentar. Ein Klick auf den Stern, und alle wissen, dass sie etwas «interessant» finden – ähnlich wie beim «Gefällt mir»-Button von Facebook.

«Wir erschliessen bestimmte Social-Media-Tools, mit denen man effektiv kommunizieren kann, für die Geschäftswelt», sagte Xing-Chef Stefan Gross-Selbeck bei der Einführung. Das Kalkül der Hamburger: Wenn die Nutzer sich intensiver austauschen, wird Xing für sie wertvoller – und sie sind auch mehr bereit, die monatliche Gebühr für die Premium-Mitgliedschaft zu zahlen. Nicht zuletzt steht das starke Netzwerk in Konkurrenz zu Facebook.

Anbieter wie IBM und Salesforce wollen die Prinzipien des Web 2.0 gar in der Unternehmenskultur verankern. Instrumente wie Soziale Netzwerke, Blogs und Wikis sollen zum Unternehmensalltag gehören, wie die E-Mail heute. Die Software wollen die IT-Grössen liefern.

«Wenn viele Kollegen bloggen, an einem Wiki mitarbeiten oder ihre Lesezeichen öffentlich einsehbar speichern, bekommen ihre Profile wesentlich mehr Tiefe», sagt IBM-Manager Stefan Pfeiffer. So finde man leichter Experten im eigenen Unternehmen – über die Grenzen von Abteilungen und Standorte hinweg. IBM bietet dafür das Softwarepaket Lotus Connections an. Und SAP hat auf den Wettbewerb reagiert und vermarktet eine Art «Facebook für Verkäufer», in dem Geschäftsdaten mit Funktionen aus Online-Netzwerken verknüpft werden.

Firmen-Facebooks sind noch selten

Während es in der Technikbranche viele «Enterprise 2.0»-Beispiele gibt, sind andere Branchen zurückhaltender. Am ehesten kommen Wikis zum Einsatz, in denen die Mitarbeiter kollaborativ Wissen sammeln und Texte schreiben, wie es in der Wikipedia üblich ist. Firmen-Facebooks sind noch selten – BASF hat beispielsweise so eine Lösung eingeführt. «Wir sind noch in einer Startphase und müssen Überzeugungsarbeit leisten», sagt IBM-Manager Pfeiffer.

Das bestätigt eine Studie der Unternehmensberatung Capgemini. Die IT-Verantwortlichen in deutschen Grossunternehmen halten demnach Web-2.0-Elemente durchaus für wichtig, wollen in den nächsten Monaten aber erst in andere Projekte investieren, Virtualisierung etwa. Befragt wurden 173 Manager.

Eine Hürde ist die Frage nach dem «Return on Investment». «Die Ausgaben sind leicht zu messen, aber der Nutzen lässt sich schlecht erfassen», sagt der Unternehmer Sören Stamer, der zu den Vorreitern in Sachen «Enterprise 2.0» zählt. Dies sei jedoch gefährlich, weil man sich an triviale Dinge klammere. «Wie wollen Sie bewerten, dass die Mitarbeiter besser motiviert oder kreativer sind?» Der Gründer der Softwareschmiede Coremedia, heute mit dem Startup Yokudo aktiv, ist überzeugt, dass die neuen Werkzeuge ein Wettbewerbsvorteil sind.

Die Angst vor Kontrollverlust

Mancher Manager scheut den Kontrollverlust, der damit einhergeht, dass sich jeder zu Wort melden kann, unabhängig von seiner Position im Unternehmen. Was passiert, wenn jemand den Firmenchef im Blog schmäht? Stamer sieht darin kein Problem. In seiner alten Firma durfte jeder bloggen – «die einzige Regel lautete: Schreib nichts Dummes.» Das habe ausgereicht: «Jeder denkt genau darüber nach, was er schreibt. Die soziale Kontrolle ist stärker, als man denkt.» Quelle: macwelt.de

5 Tipps: Newsletter, die gelesen werden

15.03.2011News

Mit wenigen Tricks werden Newsletter so interessant, dass nicht nur Absender und Betreff gelesen, sondern auch geöffnet wird.

Oft hört man, die meisten Newsletter würden ungelesen gelöscht. Das stimmt nicht. Zumindest Absender und Betreff werden gelesen, oft auch mehr. Und genau dieses „mehr“ können Sie mit ein paar Tricks vergrössern.

Absender entscheidet über Leben oder Tod
Erfahrene E-Mail-Nutzer löschen ihre Mails schon nach einem Blick auf den Absender. Oder auch nicht. Zwei Tipps: Bauen Sie sich eine Reputation als Absender relevanter E-Mails auf. Vermeiden Sie E-Mails, die dem Empfänger keinen Nutzen bringen. Zweitens: Sagen Sie konkret, wer Sie sind. PR-Agentur Müller ist besser als der mir unbekannte Peter Müller. Nivea ist konkreter als Beiersdorf. Im Arbeitskreis Tourismus bin ich selbst aktiv, aber die vielen Mails des Verbandes dahinter interessieren mich nur zum Teil. Nutzen Sie den Absendernamen, um dem Empfänger deutlich zu machen, an welche Liste hier gerade verschickt wird. Nicht jeder kann die volle Länge des Absendernamens lesen. Die ersten 15 Zeichen sollten die wichtigsten Informationen enthalten.

Betreff ist der Öffner – oder auch nicht
Die Betreffzeile dient dazu, dem eiligen Leser klar zu machen, was er verpasst, wenn er diese E-Mail nicht öffnet. Der Betreff ‚Newsletter März“ ist kein solcher Grund. Nennen Sie die wichtigste und relevanteste Information Ihres Newsletters in der Betreffzeile. Und auch hier gilt: Das Wichtigste nach vorne. Smartphone-Nutzer sehen nur den Beginn der Betreffzeile.

Begnügen Sie sich mit dem Vorschaufenster
Viele Menschen bekommen so viele Mails, dass sie schlicht und einfach nicht die Zeit haben, jede Mail zu lesen. Schneller geht es, wenn man die Mail nur kurz im Vorschaufenster überfliegt. Sie sollten daher den Platz nicht mit einer übergrossen Grafik vergeuden. Die kunstvoll gestaltete, grafische Kopfzeile mit Logo darf ruhig auch nur 50 Pixel hoch sein. Dann ist mehr Platz für die eigentlichen Inhalte und um die soll es ja gehen.

Gliedern Sie übersichtlich
Einige wenige lesen wirklich Ihren ganzen Newsletter. Lesen heisst jedoch nicht, dass alles gelesen wird. Stattdessen überfliegen die Augen die Inhalte und suchen nach interessanten Punkten. Je einfacher, klarer und übersichtlicher Ihr Newsletter gegliedert ist, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass etwas gelesen wird. Tipp: Fügen Sie ein kurzes Inhaltsverzeichnis ein.

Der fünfte Tipp
Es gibt natürlich noch viel mehr zu sagen und ich habe lange überlegt, welcher Tipp der Wichtigste ist. Mein Entschluss: Es ist der Abmeldelink: Machen Sie die Abmeldung so leicht wie möglich. Und so, dass man sie sofort findet – also am Ende und/oder am Anfang des Newsletters. Der Grund ist einfach: Wem das Abmelden zu umständlich erscheint, der drückt den Spam-Knopf bei seinem E-Mail-Anbieter. Und das kann gefährlich werden. Die E-Mail-Anbieter registrieren nämlich jede Spambeschwerde und ziehen daraus Schlussfolgerungen zur Seriosität des Versenders. Im schlimmsten Fall führen massenhafte Beschwerden dazu, dass Ihre E-Mails im Spamfilter der Provider hängen bleiben. Versenden Sie daher niemals E-Mails ohne ausdrückliches Einverständnis des Empfängers. Und machen Sie es diesen Empfängern so leicht wie möglich, das Einverständnis zu widerrufen. Wenn – aus welchen Gründen auch immer – Empfänger sich belästigt fühlen kann das negative Konsequenzen für Ihre Reputation als Versender haben. Quelle: email-marketing-forum.de

12 Tipps: einladendes Aussenbild

07.03.2011News

Kundengewinnung ist keine losgelöste Aufgabe, sondern ein ständiger Prozess. Alles, was Sie kommunikativ tun, sollten Sie deshalb auch aus dem Blickwinkel potenzieller Kunden betrachten.

-Wo sind im Markt die Kontaktpunkte zu Ihrem Unternehmen?
-Erkennen mögliche Kunden Ihre Kernkompetenz sofort?
-Können sie einfach mit Ihnen Kontakt aufnehmen?
-Weckt ein Erstkontakt mit Ihrem Unternehmen Lust, mit Ihnen ins Geschäft zu kommen?

1.
Denken und handeln Sie kundenorientiert. Machen Sie Kundenorientierung zu Ihrer Unternehmensphilosophie und stellen Sie den Kunden mit seinen Wünschen und Bedürfnissen ins Zentrum Ihrer Tätigkeiten. Passen Sie – falls nötig – Prozesse und Infrastruktur der neuen Ausrichtung an und stellen Sie Mitarbeiter an, die Ihre Botschaft mit Begeisterung und Überzeugung verkünden. Eine solche Haltung und die damit verbundene kommunikative Kompetenz strahlen auch auf potenzielle Kunden aus.

2.
Hören Sie auf, Kunden zu suchen. Sondern erleichtern Sie Ihren Kunden, Sie zu finden und zu beauftragen. Dies tun Sie, indem Sie eine Anfahrtsskizze und Ihre Koordinaten prominent auf Ihrer Website platzieren, die Website für Suchmaschinen optimieren, Ihrem ersten Brief an prospektive Kunden Ihre Visitenkarte beilegen oder in jedem Werbemittel eine Antwortkarte integrieren, respektive Telefonnummer und URL prominent platzieren.

3.
Bestimmen Sie das Profil Ihrer zukünftigen Kunden. Die Erfolgsaussichten Ihrer Massnahmen sind umso grösser, je besser sie auf eine bestimmte Zielgruppe, auf deren Bedarf und Wünsche ausgerichtet sind. Bedenken Sie dabei: Damit sich aus dem Erstkontakt langfristige und gewinnbringende Beziehungen entwickeln können, sollen die potenziellen Kunden zum Unternehmen passen. Ein guter Anhaltspunkt ist zum Beispiel das Profil Ihrer bestehenden loyalen und begeisterten Kunden.

4.
Verschaffen Sie sich Klarheit über Ihr Angebot. Was können Ihre Kunden von Ihnen erwarten? Beschreiben Sie Ihr Angebot aus diesem Blickwinkel. Vielleicht gewinnen Sie dabei auch die Erkenntnis, dass es sich lohnen würde, Ihr Angebot auf ein aktuelles Marktbedürfnis auszurichten … Wie auch immer – indem Sie sich über Ihre Leistungen im Klaren sind, kommunizieren Sie entsprechend klar, verständlich und bedürfnisorientiert.

5.
Eruieren Sie die Kaufmotive. Warum kaufen Ihre Kunden bei Ihnen respektive nutzen sie Ihr Angebot? Sie interessiert nämlich nicht das Produkt und seine Qualitäten, sondern in erster Linie der persönliche Nutzen. So würden Sie sicher keinen Luxuswagen kaufen, um schnell genug von A nach B zu gelangen, sondern schon eher wegen Fahrgefühl, Prestige, Ästhetik, Markenverbundenheit, Technik usw. Mit dieser Erkenntnis können Sie neue Kunden auf der richtigen Schiene ansprechen.

6.
Vermitteln Sie Ihre Kernaussage konsequent. Achten Sie darauf, dass Sie mit all Ihren Aktivitäten immer dieselbe Kernaussage vermitteln. Egal, ob Sie ein E-Mail versenden, eine Ansage auf dem Anrufbeantworter hinterlassen, Ihre Website gestalten, Ihre Adresse im Telefonverzeichnis eintragen. So wissen potenzielle Kunden, dass sie bei Ihnen finden, was sie suchen.

7.
Beweisen Sie Ihre Kompetenz. Kreieren Sie einen «Köder», mit dem Sie Ihre Kompetenz unter Beweis stellen. Ein solcher Köder kann zum Beispiel ein Whitepaper sein, das Sie in der Fachpresse publizieren. Oder ein Onlinekurs. Oder ein Referat an einer Fachtagung. Auf diese Weise sagen Sie nicht einfach, Sie seien das beste Unternehmen für die Lösung des Problems des Kunden, sondern liefern den Beweis dafür!

8.
Nutzen Sie die Chancen des Networking. Bauen Sie langfristig ein Beziehungsgeflecht inner- und ausserhalb Ihrer Branche auf. Seminare, Kongresse und Messen bieten eine günstige Plattform, um leicht Kontakte zu knüpfen. Dabei kommt es nicht darauf an, wie viele Adressen Sie in Ihrer Datei haben, viel entscheidender ist es, in wie vielen Dateien von anderen Entscheidungsträgern Sie auftauchen!

9.
Gehen Sie strategisch vor. Machen Sie die Kundengewinnung zu einer strategischen Daueraufgabe. Handeln Sie antizyklisch, statt mit einer aktuell hohen Auslastung zu rechtfertigen, dass Sie keine neue Kunden zu gewinnen brauchen. In mageren Zeiten werden Sie froh sein um die in den fetten Jahren gewonnen Kunden, die Ihnen dann nämlich das Überleben sichern werden.

10.
Eruieren Sie erfolgreiche Kanäle. Und zwar, indem Sie jeden neuen Kunden fragen: «Wie sind Sie auf uns aufmerksam geworden?» Diese Frage lässt sich einfach in Online-Formulare einbauen oder am Telefon stellen. Bei Direct-Marketing-Aktionen mit codierten Antwortkarten erübrigt sich diese Frage. Speichern Sie aber auch hier in der Datenbank, mit welchen Massnahmen Sie diese Kunden gewinnen konnten. Das konsequente Festhalten dieser Information zeigt Ihnen, wo die wichtigsten Kontaktpunkte zu potenziellen Kunden sind.

11.
Kommunizieren Sie crossmedial und integriert. Achten Sie auf ein crossmediales Zusammenspiel verschiedener Medien, um die Effizienz Ihrer Kundengewinnung zu steigern. So können Sie zum Beispiel mit einer via DirectFactory gestalteten und breit gestreuten Postkarte zu einem Besuch auf Ihrer Website einladen, wo Sie ein Online-Spiel mit Gewinnchancen platzieren. Alle, die mitmachen und dabei ankreuzen, dass sie mehr über Ihre Leistungen erfahren möchten, kontaktieren Sie per Telefon.

12.
Nutzen Sie die technologischen Möglichkeiten. Zum Beispiel mit einer Kontaktmanagementsoftware. Damit können Sie Nachfasstermine elektronisch erfassen und bei jedem Kontakt auch gleich die Historie ansehen. Oder Sie füttern das System mit verschiedenen Nachfasstexten und den E-Mail-Adressen der potenziellen Kunden. Danach versendet es Ihre Nachfassmails automatisch zum exakt richtigen Zeitpunkt. Quelle: directpoint.post.ch

Das darf in keinem Impressum fehlen

07.03.2011News

Reicht ein Link auf das Impressum oder muss jedes Detail aufgezählt werden? Welche Kontaktdaten gehören überhaupt in ein Newsletter-Impressum?

Die wichtigsten Punkte

Anbieterkennzeichnung muss leicht erkennbar und unmittelbar erreichbar sein: ein Hyperlink reicht nicht aus, weil nicht für alle Empfänger anklickbar, und damit nicht unmittelbar erreichbar.

Name und Adresse sind genauso Pflicht wie Handelsregister- und MwSt.-Nummer

E-Mail-Adresse und Telefonnummer für schnelle elektronische Kontaktaufnahme. Das Gesetz fordert explizit die schnelle elektronische Kontaktaufnahme per E-Mail. Telefon ist ebenfalls empfehlenswert.

Namen der Vertretungsberechtigten: Besonders bei Konzernen mit vielen Vertretungsberechtigten ist dies leider eher störend. Sinnvoll dagegen, den konkreten Verantwortlichen zu nennen.

Hintergrund
Nicht nur für Geschäftsbriefe, sondern auch für E-Mails gibt es klare Regeln: Ein Empfänger muss wissen, mit wem er es zu tun hat. Die einfachste Unterscheidung zwischen Spam und seriösen E-Mails: Stehen unten die kompletten Kontaktdaten? Illegale Spam-Mails haben – wenn überhaupt – einen Hyperlink auf ein vermeintliches Impressum. Und nicht nur Verbraucherschützer warnen davor, in Mails unbekannter Absender etwas anzuklicken.

Fazit
Ein Hyperlink auf Impressum reicht nicht, besser sind komplette Kontaktdaten.

Wenn Sie meinen, dass das grafisch nicht schön ist, wenn alle Daten im Newsletter stehen, und auf einem Hyperlink bestehen, dann würde ich zumindest vorschlagen, dass Sie den kompletten Hyperlink ausschreiben: http://www.firma.de/impressum.htm. Dann kann ich mir diese Adresse in meinen Browser kopieren und dort nachsehen, mit wem ich die Ehre habe. Aber wie gesagt: juristisch korrekt muss ein Newsletter ein komplettes Impressum haben, wobei hier zwei Gesetze gelten.

Ein Produkt-Newsletter ist ein Teledienst, ein redaktioneller Newsletter dagegen ein Mediendienst. Entsprechend gelten Teledienstegesetz, Teledienstedatenschutzgesetz beziehungsweise Mediendienste-Staatsvertrag. In den wesentlichen Punkten sind sich die Werke jedoch einig: der Anbieter muss nicht nur klar gekennzeichnet werden, sondern es sollen auch Möglichkeiten der schnellen Kontaktaufnahme zu diesem gegeben sein. Analog zur Website gilt also, das im Sinne einer Anbieterkennzeichnung folgende Daten im Impressum enthalten sein müsssen:

Name und Anschrift des/der Vertretungsberechtigten, Telefonnummer, E-Mail-Adresse, Handelsregister- und MwSt.-Nummer.

Konkret sagen Mediendienstestaatsvertrag und Teledienstgesetz zum Thema Informationspflichten: Anbieter haben Namen und Anschrift leicht erkennbar, unmittelbar erreichbar und ständig verfügbar zu halten. Da nicht alle E-Mail-Empfänger gleichzeitig auch Internetzugang haben, reicht ein Hyperlink auf das Impressum also nicht aus. Ausserdem gibt es viele Sicherheitsprogramme, die jegliche Hyperlinks aus E-Mails “herausschneiden“.

Für Unternehmen, die einen Newsletter betreiben, gelten erweiterte Informationspflichten. Hier reichen Name und Adresse nicht aus, sondern es werden auch Angaben gefordert, „die eine schnelle elektronische Kontaktaufnahme und unmittelbare Kommunikation mit ihnen ermöglichen, einschliesslich der Adresse der elektronischen Post“. Wichtig dabei ist, dass über die im Impressum genannten Daten wirklich eine schnelle Kontaktaufnahme möglich ist. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, neben der E-Mail-Adresse auch eine Telefonnummer anzugeben. Konkret sind diese Daten übrigens auch für Spamfilterbetreiber wichtig, die sich auf diesem Wege ein Bild über den Absender machen können. Spammer vermeiden üblicherweise Hinweise auf den Absender. Eine funktionierende Reply-Adresse ist zwar nicht gesetzlich gefordert, wirkt aber ebenfalls vertrauensbildend (keine zu haben ist Spam-Kriterium für manche Spamfilter). Ebenfalls Bestandteil des Impressums ist die Handelsregister- und die Umsatzsteueridentifikationsnummer. Quelle: absolit.de

10 Tipps: professionelles Online-Texten

03.03.2011News

Ob Newsletter oder Website: gelesen wird nur, was gut geschrieben ist. Niemand will lange am Monitor sitzen. Also gilt es, schnell und präzise zur Sache zu kommen.

Überschriften wecken Interesse
Die Überschriften sollten kurz sein und neugierig machen. Die Bildzeitung lebt von solchen Überschriften: „Wir sind Papst“.

Informativer Teasertext
In wenigen Sätzen die wichtigsten Inhalte zusammenfassen. Nennen Sie kurz die wichtigsten Fakten und Daten.

Kompakte, übersichtlich gegliederte Darstellung
Niemand sitzt gerne lange am Monitor. Geben Sie einen kurzen, knappen Überblick über die Themen. Das suchende Auge möchte schnell die Überschriften und Teasertexte überfliegen. Bei Interesse können per Mausklick weitere Informationen angefordert werden.

Persönliche Ansprache
Schreiben Sie so, wie Sie mit einer einzelnen Person reden würden: seriös, sachlich und persönlich. Die direkte Anrede ist sinnvoll, sollte aber nicht übertrieben werden. Sagen Sie einfach, was Sie zu sagen haben.

Bewegt das die Zielgruppe?
Mit welchen Fragen, Themen oder Problemen beschäftigt sich Ihre Zielgruppe gerade? Schreiben Sie darüber oder sprechen Sie das Thema an. Das wird gelesen.

Kurze Worte, Sätze und Absätze
Finden Sie kurze Worte. Die simpelsten und schlagendsten Worte sind die besten. Wörter mit mehr als fünf Silben sind tabu. Schreiben Sie in kurzen Hauptsätzen. Gliedern Sie eine Textwüste in Absätze.

Bilder wirken besser
Erzeugen Sie Kino im Kopf. Sind Ihre Texte abstrakt, oder kann ich mir bildlich etwas darunter vorstellen? Nutzen Sie farbige Ausdrücke und Adjektive.

Passiert etwas?
Substantivierungen (allein das Wort schon!) sollten Sie abschaffen. Kein –ung, -ion und –ismus mehr! Nutzen Sie Verben, dann lebt die Aussage. Verben werben – sagen zumindest die Werber.

Suchworte verwenden
Suchmaschinen zeigen nur diejenigen Texte an, in denen das jeweilige Suchwort auch vorkommt. Ein Text über Texten sollte also auch das Wort „Texten“ enthalten. Am besten noch in Titel und Überschriften.

Fragen Sie Freunde
Lassen Sie Ihren Text von Freunden lesen, die von der Sache nichts verstehen. Nehmen Sie deren Rat ernst. Quelle: marketing-boerse.de

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