Das neue iPad

Die Gerüchteküche lag fast richtig. apples neuer Tablet-PC heisst schlicht „iPad“ und kommt mit einigen neuen Funktionen, tollen Hardware-Features. iOS 5.1 ebenfalls neu für alle iOS Geräte. iTunes neu für alle apple-devices.

Der Name: iPad

Nicht „iPad 3“, nicht „iPad HD“ Apple entscheidet sich für den Namen „iPad“. Das zeigt, dass Apple sich von den Versionsnummern verabschiedet hat und auf eine andere wesentlich einfachere Nomenklatur umsteigt. Das passt zu Apple.

Das Design: (beihnahe) unverändert

Optisch ändert sich nur wenig. Das iPad kommt in fast denselben Abmessungen wie der Vorgänger. Es wird lediglich 0,6 Millimeter dicker und etwas schwerer, was dem neuen Display und einem grösseren Akku geschuldet ist. Die Rundungen der Kanten haben nun einen etwas geringeren Durchmesser, damit gibt es im Gehäuse mehr Platz. Nach wie vor gibt es das Gerät in zwei Gehäusefarben: Schwarz und Weiss.

Das ähnliche Design hat auch Vorteile: Zubehör, wie die von Apple angebotenen Smart Cover lassen sich weiter verwendet. Viele Schutzhüllen auch, nur speziell auf die Dicke des Pad 2 zugeschnittene Hüllen dürften nicht mehr passen.

RETINA-Display, schärfer geht nicht

Das Highlight des iPad ist das neue Retina-Display. Es bietet gegenüber dem Vorgänger die vierfache Pixelanzahl. Die Diagonale bleibt mit 9,7 Zoll unverändert. Die optische Auflösung liegt damit rechnerisch bei 264 dpi. Das ist zwar weniger als beim iPhone 4/4S (330 dpi) aber dennoch ein deutlich sichtbarer Fortschritt. Apple begründet die im Vergleich zum iPhone 4/4S geringere Auflösung mit der etwas größeren Entfernung mit der man ein iPad halten würde.

In Wahrheit gibt es handfeste technische Gründe: Apple hat sich zu der Pixelanzahl von 2048 mal 1536 entschlossen, weil es für die Software wesentlich einfacher ist, die Auflösung grafischer Elemente schlicht zu verdoppeln anstatt mit einem ungeraden Faktor zu multiplizieren.

Neben der höheren Auflösung spricht Apple auch davon, die Farbsättigung des Displays um 44 Prozent verbessert zu haben.

A5X-CPU

Zwei oder vier Kerne, das war hier die Frage. Nun ist sie beantwortet: Beides! Wie das? Apple liefert das iPad weiterhin mit einer Dual-Core-CPU aus, die mit zwei ARM-Rechenkernen arbeitet. Aber der integrierte Grafikchip benutzt vier Recheneinheiten. Durch diesen Trick kann Apple mit Recht von einer Quadcore-Grafik-CPU sprechen. Eine echte Quadcore-CPU, bei der vier Rechenkerne für alle Aufgaben zur Verfügung stehen ist der A5X aber nicht.

Die grafischen Fähigkeiten sollen dennoch wesentlich besser geworden sein. Das müssen sie auch, denn das iPad muss nun immerhin die vierfache Pixelmenge bewegen. Das kostet Rechenzeit und grafische Bandbreite. Apple behauptet dass die Grafikeinheit im Vergleich zur Trega-3-Chipsatz von Nvidia viermal schneller arbeitet.

4.Generation/LTE – offenbar nicht für die Schweiz und Deutschland

Ein neuer Funkchip mit Möglichkeiten der vierten Generation (LTE) wurde von den Gerüchten prognostiziert. Und tatsächlich hat Apple einen solchen Chip ins iPad eingebaut. Damit sollen sich Daten mit bis zu 73 Megabit pro Sekunde übertragen lassen, das bedeutet quasi Wi-Fi-Geschwindigkeit überall (Nachtrag:) – in der Theorie. Denn das iPad unterstützt offenbar nur LTE-Frequenzen für Nordamerika. Die Bänder mit 700MHz und 2600 MHz, die in Deutschland genutzt werden, unterstützt das iPad laut Apples Angaben ausgerechnet nicht. Apple gibt dies nicht eindeutig an, sondern sagt lediglich, dass 4G LTE von Anbietern in den USA und Kanada unterstützt wird. Wir werden diesem Umstand schnellstmöglich klären. (Ende des Nachtrags)

Auch den HSPA-Standard hat Apple im neuen iPad verbessert. Er arbeitet nun mit 21 Megabit pro Sekunde (HSPA+) und 42 Megabit pro Sekunde (DC-HSDPA).

Daneben unterstützt das iPad nun, ebenso wie das iPhone 4S den aktuellen Bluetooth-Standard 4.0

Mehr RAM

Wer kennt das nicht vom iPad oder iPhone: plötzlich und unerwartet beendet sich die gerade im Vordergrund laufende App. Grund dafür ist in den meisten Fällen ein zu knapper Arbeitsspeicher (RAM). iOS geht hier rigide vor: Eine App, die zuviel RAM beansprucht wird gnadenlos zwangsbeendet, damit die Stabilität des gesamten Systems nicht ins Wanken gerät. Mehr RAM bedeutet, dass dieser Fall seltener vorkommt. Apple baut nur ein Gigabyte RAM ins iPad ein. In der Praxis dürfte der Fall von zwangsbeendeten Apps nun kaum noch vorkommen. Ob das wirklich so ist, wird erst ein Test entscheiden.

5-Megapixel-Kamera an der Rückseite

Das iPad 2 taugt kaum zum Filmen oder Fotografieren. Das im Vergleich zu digitalen Kameras oder Handys große Format des iPad sorgt zudem dafür, dass man es kaum für Schnappschüsse hernimmt. Dennoch hat Apple die auf der Rückseite integrierte Kamerea verbessert. Statt mageren VGA-Fotos und 720p Video, nimmt die Kamera nun Standbilder mit 5 Megapixel und Video in Full 1080p auf. Außerdem gibt es eine Bildstabiliseirung und die vom iPhone 4S her bekannte 5-Linsen-Optik.

iOS 5.1 und Voice Dictation

Neben neuer Hardware hat Apple auch eine neue iOS-Version vorgestellt. iOS 5.1 bringt etliche neue Funktionen, stopft Sicherheitslücken und verbessert die Geschwindigkeit des iPad.

Siri, Apples Sprachassistentin wurde mit iOS 5.1 überarbeitet. Die Dame spricht und versteht nun auch japanisch. Auf das iPad kommt Siri aber nicht, zumindest nicht in voller Funktion. Stattdessen hat Apple „Voice Dictation“ eingeführt. Damit kann man Texte in das iPad diktieren, sie werden direkt in editierbaren Text umgesetzt, und lassen sich in alle Apps einspielen. Das Feature kennt man bereits vom iPhone 4S. Ein vollständiges Siri gibt es aber leider nicht für das neue iPad. Voice Dictation unterstützt die Sprachen amerikanisches Englisch, britisches Englisch, australisches Englisch, Französisch, Deutsch und Japanisch.

Preise

Ab dem 16. März ist das neue iPad zu haben. Apple liefert es gleichzeitig in den USA, Canada, Frankreich, Deutschland, der Schweiz, Japan und Honkong, Singapur und Australien aus. Eine Woche später soll es in 25 weiteren Ländern erhältlich sein. Preise bleiben alle gleich, ausser iPad2 wird günstiger. Im MM für 379.- CHF.

appleTV

Nun kann das Apple TV Full-HD-Filme wiedergeben. Zudem können weitere Apps auf das Apple TV installiert werden, und dies ist die eigentliche Sensation.

Apple hat wie vermutet Apple TV 3 vorgestellt. Auch wenn das Gerät selber noch genau so aussieht wie sein Vorgänger, hat Apple doch mächtig an dem Apple TV geschraubt. Es kann nun Full-HD-Videos (1080p) wiedergeben. Das wurde auch Zeit, denn TV-Boxen gibt es schon im Übermaß und nahezu alle können Filme in Full-HD abspielen. Die ersten beiden Geräte schaffen lediglich die HD-Auflösung von 1280 x 720 Bildpunkten.

Damit die kleine Box auch passendes Futter bekommt, kann man nun Filme und TV-Serien ebenfalls in Full-HD kaufen beziehungsweise leihen. Neben dem Apple-eigenen Angeboten hat Apple wie zuvor Netflix (in Deutschland nicht nutzbar) und Youtube sowie Flickr im Programm, neu dazu gekommen ist das auch in Deutschland verfügbare Vimeo.

Übrigens kann das Apple TV 3 auch die iTunes-Wiedergabeliste aus der iCloud empfangen, das schließt neben Musik auch gekaufte Filme mit ein. Wer bereits Filme oder Serien im iTunes-Store ausgeliehen oder gekauft hat, kann eine Full-HD-Version kostenlos nachladen, sofern sie verfügbar ist.

Die wohl bahnbrechenste Neuerung des Apple TV ist die völlig neue Bedienoberfläche. Denn nun rückt das Apple TV näher an die iOS-Geräte, so ist es nun möglich, auch fremde Apps auf das Apple TV zu installieren. Die Möglichkeiten, die sich einem so bieten, übersteigt die Funktionalität der Vorgänger bei weitem: So kann man nun Spiele direkt auf das Apple TV installieren und iPhone oder iPad als Steuergerät verwenden. Ähnliches war bisher schon möglich, indem manche Spiele für das iPad via Airplay ihren Bildschirminhalt auf das Apple TV streamen konnten. Zudem dürften nun analog zu den iPad-Apps diverse Fernsehsender ihre Mediatheken bald auch direkt auf dem Apple TV 3 anbieten. So könnte man bald beispielsweise die kostenlose Mediathek von ZDF und ARD direkt am Apple TV 3 verwenden.

Airplay ist übrigens wie schon beim Apple TV 2 mit an Board. So kann man Videos direkt vom iPad auf das Apple TV streamen und es so auf dem Fernseher betrachten. Auch mit einigen Spielen ist dies möglich.

Außer per mitgelieferter Fernbedienung kann man das Apple TV 3 wie zuvor mit der kostenlosen App „Remote“ via iPod Touch, iPhone und iPad steuern.

Ein Fernseher eher unwahrscheinlich?

Gerüchten zufolge bietet die nahe Zukunft möglicherweise einen eigenständigen Fernseher von Apple. Das hat sich zumindest bislang nicht bewahrheitet und ob ein solches Gerät nun wirklich kommt, ist keineswegs gewiss. Denn auch wenn es Apple bereits technisch ausgereift in der Schublade haben könnte, solange Apple nicht die Inhalte in Form von Online-Videotheken und Streaming-Fernsehen nicht im ausreichenden Maß liefern kann, ist ein solcher Fernseher wie das erste Apple TV nicht gerade erfolgsversprechend.

Ab nächster Woche

Für 109 Euro oder 129.- CHF kann man das Apple TV 3 nächste Woche kaufen, im Apple Store lässt es sich vorbestellen.

Quelle: macwelt.de

Beste Gruesse, Ralph Wagner
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