Das neue iPhone 4S

Es ist zwar kein iPhone 5 geworden, aber ausser dem grundlegenden Design hat sich beim iPhone 4S einiges verändert. Hier sind die Neuerungen.

Apple hat sich mit der neuen iPhone-Generation mehr Zeit gelassen als sonst. Dieses Jahr hat das Unternehmen den Sommer-Zyklus durchbrochen und bis zum Herbst mit der neuen Generation gewartet. Dafür ist Apple im wichtigen Weihnachtsgeschäft besonders breit aufgestellt. Erstmals werden drei iPhone-Versionen parallel verkauft. So gibt es weiterhin das iPhone 4 als Version mit veringertem Speicher von acht Gigabyte und sogar das iPhone 3GS bleibt weiter als Einstiegsmodell im Programm, für Vertragskunden ohne Zuzahlung, ohne Vertrag für 370 Euro.

Mehr Power
Obwohl das iPhone 4S auf den ersten Blick unverändert ist, haben sich die inneren Werte relativ stark verändert. So hat das iPhone jetzt die gleiche Rechenkraft wie das iPad 2: Einen Apple A5-Prozessor mit zwei Rechenkernen und einen wesentlich schnelleren Grafikprozessor. Die genaue Taktrate der CPU ist noch unbekannt, vielleicht hat Apple die Leistung hier im Vergleich zum iPad erneut ein wenig gedrosselt. Es soll jedoch doppelt so schnell sein wie das iPhone 4. Die Grafikleistung hat sich angeblich sogar um den Faktor sieben verbessert.
Dies wird sich vor allem bei Spielen bemerkbar machen. Diese werden von der neuen Rechenleistung besonders profitieren. Der Grafikchip im iPhone 4 stammt schließlich noch aus dem Vorgänger iPhone 3GS. Von der höheren Rechenleistung profitiert der Nutzer aber ständig. Es dürfte sich positiv auf Ladezeiten, Surfen und fast alle weiteren Anwendungen auswirken. Beim Akku hat sich ein wenig verändert. Die Sprechdauer unter UMTS hat sich von 7 auf 8 Stunden verlängert, die Sprechzeit unter GSM bleibt bei 14 Stunden und die Standbyzeit verringert sich allerdings von theoretisch 300 auf 200 Stunden.

iPhone als zuhörender Butler
Die größte Neuerung ist „Siri“. Dies ist der Name des „persönlichen Assistenten“. Dieser soll Sprachbefehle unterschiedlichster Art verstehen und verarbeiten. Dabei erfasst Siri den Kontext und findet die richtige Antwort – in der Theorie. Die Technik hierfür hat Apple mit dem gleichnamigen Unternehmen im Jahr 2010 aufgekauft und offenbar weiter entwickelt. So kann man das iPhone fragen „Wo ist das nächste italienische Restaurant“, „Erinnere mich morgen, wenn ich die Arbeit verlasse“, Wecke mich um sieben“ oder „Definiere Speläologie“.

Siri funktioniert mit den eingebauten Anwendungen wie dem Kalender, Maps, Erinnerungen, SMS und weiteren. Dies eröffnet dem Nutzer in der Theorie etliche Möglichkeiten und macht das iPhone – sofern alles zuverlässig funktioniert – zu einem noch vielseitigeren Alltagshelfer. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass das iPhone 4S den Nutzer auch zuverlässig versteht. Zu Beginn wird Siri Deutsch, Französisch und Englisch verstehen. Ob aber auch Schweizer oder Vorarlberger Nutzer Spaß an Siri haben, muss sich in der Praxis dialektbedingt erst noch zeigen.

Neue Antenne
Apple hat nie offiziell zugegeben, dass die Antennenkonstruktion des iPhone 4 nicht optimal ist, auch wenn dies in der Praxis sogar messbar ist. Jetzt hat sich das Unternehmen für eine völlig neue Konstruktion entschieden. Nun gibt es gleich zwei Antennen, die situationsabhängig umgeschaltet werden können. Dies erinnert an die „Diversity“-Technik, mit der zum Beispiel Funkgeräte, TV-Empfänger und andere Geräte ihre Empfangseigenschaften verbessern. Es handelt sich jedoch anscheinend nicht um vollwertiges Diversity, das mit zwei Empfangsteilen ein optimales Signal errechnet, sondern um ein System, das die jeweils besser liegende Antenne nutzt. Damit werde die Sprachqualität bei Telefonaten und auch die Übertragungsgeschwindigkeit bei mobilem Internetzugriff verbessert, sagt Apple. Diese Konstruktion sei bisher einmalig in der Handywelt, behauptet Marketingchef Phil Schiller.

Zusätzlich zum neuen Layout der Antennen gibt es jetzt ein iPhone für die ganze Welt. Statt wie bisher ein iPhone für das GSM-Netz und ein weiteres für das CDMA-Netz (zum Beispiel Verizon) zu bauen, kann das iPhone 4GS jetzt beides. Äußerlich sieht man dies vor allem daran, dass das iPhone 4S eine ähnliche Antennenaufteilung hat wie das iPhone Verizon/CDMA.
Bessere Fotos und Videos

Bei der Kamera will Apple das iPhone 4S mit Kompaktkameras messen. Dies scheitert zwar ein Stück weit am fehlenden optischen Zoom, dennoch gibt es offenbar größere Fortschritte bei den Foto- und Videofunktionen. So hat das iPhone 4S jetzt einen Bildsensor, der eine Auflösung von 8 Megapixeln bietet. Auflösung ist nichts ohne Lichtstärke und so hat sich auch die Lichtempfindlichkeit der Kamera um angeblich 73 Prozent verbessert. Dies macht eine neue Linsen- und Blendenkonstruktion möglich. Gleichzeitig ist die Kamera etwa ein Drittel schneller darin, ein Foto zu schießen. Bis zum ersten Bild dauere es nur 1,1 Sekunden, zum zweiten sogar nur 0,5 Sekunden. Ein Hybrid-Infrarotfilter soll die Farbgenauigkeit verbessern.

Dank der gestiegenen Rechenleistung hat das iPhone 4S jetzt eine Gesichtserkennung im Fotomodus. Bei den Videos gibt es einen ähnlich großen Sprung. Hier unterstützt das iPhone 4S jetzt 1080P HD statt 720 Pbeim iPhone 4. Dies bedeutet die Full-HD-Auflösung von 1.920 mal 1.080 Bildpunkten. Zusätzlich erlaubt die Leistung des A5 eine Echtzeit-Bildstabilisierung. Diese Funktion könnte allerdings theoretisch etwas auf Kosten der Auflösung gehen, dies werden wir im Test ausprobieren.

Airplay Mirroring
Wie das iPad 2 kann das iPhone 4S den Bildschirminhalt per Airplay an geeignete Videogeräte übergeben. Dies bedeutet, dass man zum Beispiel am TV spielen kann.

Preise und Verfügbarkeit
Ab dem 7. Oktober kann man das iPhone 4S in Deutschland vorbestellen. Eine Woche später, am 14. Oktober, kann man es dann tatsächlich in Deutschland, den USA und einigen weiteren Ländern kaufen. In Österreich und der Schweiz wird es am 28. Oktober in den Läden stehen. Wann dort eine Vorbestellung möglich ist, ist derzeit nicht eindeutig.

Ohne Vertrag kostet das iPhone 4S in Deutschland ab 629 Euro, so viel wie der Vorgänger auch kostetete – ebenfalls mit 16 Gigabyte Speicher. Die Preise für 32 GB und die neue 64-GB-Version sind noch nicht offiziell bekannt. Bisher kostete die 32-GB-Variante 739 Euro. Die App „Apple Store“ von Apple verrät aber offenbar schon die kommenden Preise. Dort ist das iPhone 4S mit 32 GB mit 739 und das iPhone 4S mit 64 Gb für 849 Euro gelistet.

Das iPhone 4 lebt weiter als Einstiegsmodell mit jetzt nur noch acht Gigabyte Speicher für 519 Euro. Darunter bleibt weiterhin das iPhone 3GS im Angebot. Dieses kostet ohne Vertrag jetzt nur noch 379 Euro, ist allerdings auch schon etwas betagt. So billig war der vertragslose Einsteig in die iPhone-Welt bisher allerdings noch nie.

Das „kleine“ iPhone 4 ist ebenfalls ab dem 14. Oktober zu haben, das verbilligte iPhone 3GS ist ab sofort erhältlich. Quelle: macwelt.de

Beste Gruesse, Ralph Wagner
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