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Mac OS X Lion: viel Neues für 30 Franken. Das neue Betriebssystem wird nur noch über das Internet ausgeliefert – zu einem Preis, der jedem Windows-Käufer die Tränen in die Augen treibt.

Die Raubkatze ist aus dem Sack: Mac OS X 10.7 a.k.a «Lion» kommt offiziell im Juli. Zwei Dinge sind daran ungewöhnlich – der Vertriebswege und der Preis. Dass Steve Jobs kein Freund physischer Medien ist, wissen wir seit Längerem. Der Blu-ray wurde von Anfang an eine Absage erteilt, und die CD ist längst aus dem Symbol von iTunes verschwunden.

Jetzt wird auch noch der DVD der Garaus gemacht, denn das neue Betriebssystem wird ausschliesslich digital und über den App Store für Mac vertrieben. Das müsste eigentlich jeden Systemadministrator zum Jubeln bringen, denn egal, ob in einer Firma einhundert oder zu Hause nur drei Macs gewartet werden: Updates lassen sich auf Knopfdruck durchführen, eine Seriennummer ist nicht erforderlich und natürlich gibt es auch keine Zwangsregistrierung, da die Autorisierung automatisch vom App Store vorgenommen wird.

Vor allem aber kann der Preis nur noch symbolisch betrachtet werden. Gerade einmal 29 Franken werden für den Download fällig, und damit deckt man sämtliche Rechner ab, die zum selben iTunes-Account gehören. Ein ganzer Haushalt kann also legal auf den neusten Stand gebracht werden – für einen Betrag, der einen Bruchteil einer Windows-Installation ausmacht.

Lion kommt mit über 250 neuen Funktionen, von denen einige besonders herausstecken.

Multitouch-Gesten
Multitouch-Gesten sind eigentlich nichts Neues, da sich mit ihnen seit längerer Zeit die MacBooks steuern lassen. Unter Lion sollen sie jedoch auch am Desktop-Rechner eine wesentlich grössere Rolle spielen, erst recht in Verbindung mit dem Magic Trackpad. So lassen sich Fotos durch Spreizgesten vergrössern, Dokumente mit einer Wischbewegung durchblättern und andere Dinge mehr, die man sich bereits vom iPhone oder iPad gewohnt ist.

Vollbild-Apps
Es gab einmal eine Zeit, als die grafische Benutzeroberfläche als die grösste Innovation der Computergeschichte gefeiert wurde. Heute ersaufen wir förmlich in einer Flut von farbigen Symbolen, Hinweisen und grafischem Firlefanz. Deshalb ist es umso erfreulicher, dass Apple dieser Tendenz entgegenwirkt, und zwar in Form des Vollbild-Modus.

Auf Knopfdruck wird die ganze Ansicht bildschirmfüllend vergrössert, während gleichzeitig die Menüs und andere störende Elemente ausgeblendet werden. Zwischen den Programmen wird einfach durch eine Wischbewegung gewechselt. Zur neuen grafischen Bescheidenheit gehören auch die Scrollbalken, die erstens dezenter und zweitens unsichtbar geworden sind. Sie werden nur noch eingeblendet, wenn der Benutzer durch den Bildschirm scrollt.

Allerdings müssen diese Neuerungen zuerst von einer Anwendung unterstützt werden, sodass in der ersten Zeit die Programmierer gefragt sind. Von den Apple-eigenen Programmen wird der Vollbild-Modus in iCal, iPhoto und Vorschau unterstützt, Safari und iMovie sollen in Kürze folgen.

Mission Control
Mission Control wird – der Name lässt es erraten – zur Kommandozentrale für den Mac. Sie zeigt auf Knopfdruck, was gerade abläuft und vermittelt dabei eine hervorragende Übersicht über die laufenden Programme und Dokumente. Dabei agiert Mission Control als eine Kombination aus den bekannten Technologien Exposé und Spaces, indem es einerseits die Übersicht über alle laufenden Prozesse vermittelt und andererseits diese in verschiedenen Umgebungen gruppieren kann. So werden auch Ordnungsmuffel dem Chaos auf dem Schreibtisch Herr.

Launchpad
Der Programmstarter «Launchpad» ist bis in die Spitzen vom Startbildschirm des iOS inspiriert. Ein Klick auf sein Symbol blendet sämtliche offenen Programme und Fenster aus und zeigt stattdessen alle installierten Programme. Sollten diese den Rahmen eines Bildschirms sprengen – und das tun sie garantiert –, blättert man einfach mit einer Wischbewegung zur nächsten Seite. Natürlich kann man dazu auch die Maus verwenden, doch auch hier wird deutlich, dass Apple die Bedienung immer mehr in Richtung Trackpad verlagert.

App Store
Als Apple den App Store für den Mac einführte, dachten viele Beobachter, dass hier einfach eine weitere monetäre Quelle aufgetan wird, mit denen der Computerhersteller den Entwicklern ein wenig Geld aus der Tasche ziehen kann. Tatsächlich aber hat sich dieser elektronische Software-Laden innert kürzester Zeit zu einer Win-Win-Win-Geschichte entwickelt.
Da ist einerseits das Unternehmen Apple, das wie üblich von jedem kommerziellen Programm 30 Prozent einbehält. Doch auch immer mehr Software-Hersteller berichten von traumhaften Zuwachsraten. So verkauft sich zum Beispiel die hübsche Bildverarbeitung Pixelmator im App Store viermal häufiger als in der freien Wildbahn.

Und dann sind da natürlich noch die Kunden, die am meisten profitieren. Software kann garantiert virenfrei geladen werden, Updates dauern einen Mausklick. Neue Versionen sind grundsätzlich kostenlos, und mit einem einzigen Kauf lizenziert man die Anwendung offiziell für sämtliche Rechner, die mit dem gleichen iTunes-Account verknüpft sind. Kein Wunder, steht der App Store auf Apples Top-10-Liste der Lion-Eigenschaften.

Resume
Vor allem den Anwendern, die schon einige Jahre Computererfahrung auf dem Buckel haben, dürfte die Funktion Resume ein ganz neues Gefühl vermitteln. Egal, wodurch die Arbeit unterbrochen wird, nach einem Neustart des Programms arbeitet man exakt dort weiter, wo man aufgehört hat. Software-Updates, Systemabstürze, Stromausfälle … sie alle spielen keine Rolle mehr. Ohne dass ein Dokument explizit gesichert werden muss, wird es von Lion automatisch wiederhergestellt, und zwar bis hin zur aktuellen Position der Texteinfügemarke!

Autosave
Wie viele Jahre lang wurde uns eingebläut, ein Dokument regelmässig zu sichern? Befehl-S, die Mutter aller Computerreflexe, schützte uns jahrelang vor Abstürzen – und sorgte nicht selten dafür, dass ein bestehendes Dokument mit einem falschen Inhalt überschrieben wurde. Das ist mit Lion Geschichte. Die Funktion «Autosave» speichert jede Änderung an einem Dokument, selbst wenn dieses vom Benutzer noch gar nicht auf die Festplatte gespeichert wurde. Dabei werden nur die Änderungen erfasst, sodass auch komplexe Dokumente speicherschonend abgelegt werden.

Versionen
Die ebenfalls neue Funktion «Versionen» arbeitet Hand in Hand mit «Autosave». Auf Knopfdruck entfaltet sie sämtliche Änderungen an einem Dokument, und zwar chronologisch sortiert. So kann der Benutzer jederzeit zu früheren Versionen zurückspringen, aus diesen Texte und Bilder entnehmen und in der aktuellen Version wieder einsetzen. Vorbei sind die Zeiten, als dasselbe Dokument unter mehreren Namen gesichert werden musste, damit man später im Falle eines Fehlers auf die alten Inhalte zurückgreifen konnte.

AirDrop
Früher hiess es: «En richtige Bueb hät ä Sackmässer debii!». Heute ist man gesellschaftlich unten durch, wenn man keinen USB-Stick aus der Tasche ziehen kann. Die mobilen Speicher werden auch in Zukunft ihre Berechtigung haben, doch unter Mac-Anwendern wird sich AirDrop durchsetzen. Dabei erscheinen in der Seitenleiste des Finders automatisch alle Rechner, die sich im Umkreis von etwa zehn Metern befinden. Will man mit einem solchen Daten austauschen, reicht es, das Dokument auf das jeweilige Symbol zu ziehen. Nach einer kurzen Rückfrage beim Empfänger wird die Datei übermittelt. Einfacher geht es nicht.

Mail
Apples eigener E-Mail-Client überzeugte schon immer durch seine Bedienung und den sauberen Aufbau. Allerdings kann auch nicht geleugnet werden, dass die Software langsam in die Jahre gekommen ist. Unter Lion erfährt sie jedoch eine grundlegende Überarbeitung und lehnt sich optisch sehr stark an Mail auf dem iPad an. Neben einer ausgebufften Suchfunktion überzeugt die neue Version vor allem durch die Art und Weise, wie sie eine Konversation darstellt. Statt unzähliger Pfeile, Einzüge und farblich unterschiedlicher Texte wird eine Diskussion sauber aufgeschlüsselt und untereinander dargestellt. Balsam für die Nerven!

Lion Server
Im Gegensatz zu Windows überzeugte Mac OS X schon immer durch seine leicht zu durchschauende Preisstruktur: Es gab eine Client- und eine Server-Version, und das wars auch schon. Nun wird die Sache noch einmal einfacher. Auf jedem Mac wird die Client-Version installiert, während die ganze Server-Funktionalität einfach mit einem Download nachgerüstet wird. Das Server-Paket kostet gerade einmal 48 Franken und bietet ein gerüttelt Mass an Möglichkeiten.

Fazit
Nachdem sogar Apple selbst Mac OS X 10.6 eher als «grosses Wartungsupdate» bezeichnete, werden Mac-Benutzer im Juli mit durchdachten Funktionen geradezu überschüttet. Der Vollbildmodus lässt uns wieder ungestört arbeiten, Datenverluste durch vergessene Sicherungen gehören der Vergangenheit an und die Wartung mehrerer Macs wird zum Kinderspiel – und das alles zu einem Preis, der niemandem weh tut. Quelle: pctipp.ch

Beste Gruesse, Ralph Wagner
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