MAC rausputzen

Speicherplatz auf dem Mac sparen
SSD-Laufwerke sind teuer, weswegen Apple bei der Grösse knausert. Ein paar Abmagerungskuren schaffen dann zusätzlich Platz für die Daten.

Manchen Macs (speziell dem Macbook Air mit dem 64 GB grossen Datenspeicher) mangelt es an Speicherplatz. Denn ab Werk belegen Mac-OS X und die iLife-Programme schon 15 GB. Manches, was Apple vorinstalliert hat, benötigt man allerdings nur selten oder nie. Dazu gehören beispielsweise zusätzliche Sprachen im Betriebssystem, außerdem die Unix-Umgebung X11 und Schriften für asiatische Sprachen. Auch iDVD ist speziell auf dem Macbook Air mangels DVD-Laufwerk nur wenig sinnvoll. Besonders viel Platz sparen lässt sich durch das Weglassen von Garageband.

Bei einem neuen Mac lohnt es sich deshalb, System und iLife-Programme neu zu installieren und dabei alles wegzulassen, was man nicht benötigt. Da für eine Neuinstallation sämtliche Daten gelöscht werden müssen, muss man zuvor ein Backup des Benutzerordners beziehungsweise der eigenen Dateien erstellen, falls man schon Dokumente erstellt und gespeichert hat.

Sinnvoll ist es zudem, bei der Installation von Office-Programmen zu überlegen, ob man jede der Anwendungen benötigt. Wir empfehlen ausserdem, nicht alles auf dem Mac zu speichern. So lassen sich die Musik- und Filmbibliotheken („Mediathek“) von iTunes und iPhoto beispielsweise von einem anderen Mac im Netz über die Freigabe mitverwenden oder die Mediatheken auf ein Netzlaufwerk oder eine externe Festplatte auslagern. Sofern das WLAN nicht zu langsam ist, funktioniert der Zugriff auch drahtlos.

Schriften entfernen
Nach der Systeminstallation und der anschliessenden Konfiguration kann man noch etwas mehr Platz schaffen, indem man die asiatischen Zeichensätze aus dem Ordner „Library/Fonts“ löscht. Am einfachsten geht dies, wenn man sich den Inhalt des Ordners als Liste anzeigen lässt. Mit einem Klick in den Spaltentitel „Grösse“ sortiert man die Schriften nun nach diesem Kriterium. Da die asiatischen Schriftdateien am grössten sind, werden sie am Anfang der Liste zusammengefasst. Man markiert und löscht sie. Probleme entstehen durch das Löschen keine, da es sich bei den Schriften nicht um Systemschriften handelt. Auch die grosse Schrift „Arial Unicode“ kann man entfernen, da man sie in der Regel nicht benötigt. Insgesamt bekommt man dadurch rund 250 MB zusätzlichen freien Speicherplatz.

Abgespecktes System neu installieren
Um das System neu zu installieren, schiebt man die DVD mit den Installationsdateien in das Laufwerk (oder steckt den USB-Stick des Macbook Air an den Rechner an) und startet den Mac neu. Unmittelbar nach dem Startton drückt und hält man die Taste „C“, bis die Sprachauswahl auf dem Bildschirm erscheint. Nach der Auswahl der Sprache ruft man aus dem Menü „Dienstprogramme“ das Festplatten-Dienstprogramm“ auf, um die interne Festplatte des Mac zu löschen.

Achtung: Bei diesem Schritt werden alle Daten auf dem Mac gelöscht. Existieren schon eigene Dokumente oder Bilder auf dem Rechner müssen diese vorher auf einen USB-Stick oder ein anderes Speichermedium kopiert werden.

Im Fenster des Festplatten-Dienstprogramms markiert man die Festplatte beziehungsweise das SSD-Laufwerk links in der Liste, aktiviert die Abteilung „Löschen“ und klickt auf „Löschen“ rechts unten im Fenster. Danach beendet man das Programm. Nun fährt man mit der Installation durch einen Klick auf „Fortfahren“ fort, akzeptiert die Lizenzbedingungen und klickt im nächsten Fenster auf „Anpassen“. Um die Installation auf das notwendige Minimum zu reduzieren, deaktiviert man alle verfügbaren Optionen. Nur das deutsche Sprachpaket bleibt standardmässig aktiviert, man kann es sicherheitshalber nicht von der Installation ausnehmen. Die Einstellungen bestätigt man mit „OK“ und startet die Installation mit einem Klick auf „Installieren“.

Druckertreiber installieren
Da sich für aktuelle Drucker die Treiber bei Bedarf über die Systemaktualisierung installieren lassen, lässt man sie bei der Installation des Systems weg. Sobald man einen Drucker per USB-Kabel an den Mac anschliesst und ihn einschaltet, startet die Software-Aktualisierung und fragt, ob man den Treiber für diesen Drucker installieren möchte.

Bei Netzdruckern erfolgt die Nachfrage, sobald man den Drucker für den ersten Ausdruck in einem Programm auswählt. Die Software-Aktualisierung holt sich dann die passende Software von Apples Servern und installiert sie. Auf diese Weise wird nur der für den aktuell verwendeten Drucker notwendige Treiber installiert, was ebenfalls dazu beiträgt, Platz auf der internen Festplatte einzusparen.

iLife-Installation anpassen
Um die Installation der iLife-Programme zu konfigurieren, legt man die DVD zur Installation von Mac-OS X ein oder schliesst den USB-Stick an das Macbook Air an. Ein Doppelklick das Symbol „Install iLife“ startet dann die Installation: Nach der Zustimmung zu den Lizenzbedingungen und der Auswahl des Zielmediums klickt man links unten im Fenster auf „Anpassen“. Wir empfehlen, alle Anwendungen, die man auf absehbare Zeit nicht benötigt, nicht zu installieren. Vor allem durch Weglassen von Garageband und der zusätzlichen Sounds lassen sich rund 1,7 GB einsparen. iDVD bringt nochmals etwa 270 MB, und iWeb 400 MB. Beschränkt man sich auf iPhoto und iMovie, bleibt mehr Platz für die eigenen Dateien frei.

Möchte man nicht benötigte iLife-Programme ohne eine Neuinstallation vom Datenträger entfernen, kann man sie einfach in den Papierkorb legen und diesen ausleeren. Dazu ist das Passwort eines Administrators erforderlich. Nicht vergessen darf man, die zum jeweiligen Programm gehörigen Daten wie Vorlagen oder Samples zu löschen, da sie besonders viel Platz benötigen. Zu finden sind sie im Ordner „Library/Application Support“. Sowohl für Garageband als auch für iDVD und für iPhoto gibt es in diesem Verzeichnis einen eigenen Ordner, der mit dem Programmnamen bezeichnet ist.

Office-Programme abspecken
Benötigt man Microsoft Office, schlägt die Gesamtinstallation mit rund 1,6 GB zu Buche. Bei der Installation lassen sich zwar einige Komponenten wie Messenger oder die Korrekturhilfen für nicht verwendete Sprachen weglassen, viel Platz gewinnt man dadurch aber nicht.

Wenn man nur Word installiert und Excel und Powerpoint weglässt, weil man sie unterwegs nicht verwendet, ist die Platzersparnis aber nicht so gross wie erwartet, da die Office-Programme viele gemeinsame Komponenten verwenden, die immer installiert werden müssen. Word alleine belegt rund 900 MB plus rund 170 MB im Ordner „Library/Application Support“. Bei Apples Konkurrenzprodukt iWork sind rund 900 MB Speicherplatz erforderlich. Von der Installations-DVD von iWork 09 lässt sich das Paket nur komplett installieren. Wer nur ein einzelnes Programm benötigt, besorgt es sich über den App Store, und spart dadurch nicht nur Geld, sondern auch Speicherplatz. Sofern man nicht auf eine exakte Dateikompatibilität angewiesen ist, kommt man beispielsweise mit Pages auch an der Uni gut zurecht, da das Programm Fussnoten, Endnoten und Inhaltsverzeichnis anbietet und ebenso wie Word mit Bibliographie-Tools wie Endnote, Bookends und Sente zusammenarbeitet. Zudem lassen sich mit den iWork-Programmen die Office-Dateien öffnen. Und einer Präsentation sieht man es in der Regel nicht an, ob man sie mit Keynote oder mit Powerpoint erstellt hat.

Daten ins Netz auslagern, Mediatheken übers Netz öffnen
Die Mediatheken von iTunes und iPhoto können sehr viel Platz beanspruchen. Wer mehr als einen Mac besitzt, speichert auf dem mobilen Mac nur diejenigen Medien, die wirklich nötig sind, und greift im häuslichen Netz auf die Mediathek des anderen Mac zu. Auf diesem schaltet man dazu in den Vorgaben von iTunes unter „Freigabe“ die Option „Meine Mediathek im lokalen Netzwerk freigeben“ ein. Auf dem zweiten Mac aktiviert man am selben Ort die Option „Nach freigegebenen Mediatheken suchen“. Die freigegebene Mediathek erscheint in der Seitenleiste von iTunes unter „Freigaben“, wenn auf dem stationären Mac iTunes gestartet ist.

In iPhoto findet man die Option „Meine Fotos freigeben“ in den Voreinstellungen unter „Freigeben“. Auf dem zweiten Mac markiert man im selben Fenster „Nach freigegebenen Fotos suchen“. Die freigegebene Mediathek erscheint in der Seitenleiste von iPhoto, wenn das Programm auf dem stationären Mac gestartet ist. Zugreifen kann man entweder auf alle Bilder, wenn man den Namen der Mediathek in der Seitenleiste markiert, sowie nach einem Klick auf das Dreieck auf alle in iPhoto angelegten oder im Web veröffentlichten Alben und die in iPhoto angelegten Diashows. Bilder lassen sich aus der freigegebenen iPhoto-Mediathek mit der Maus in die Mediathek auf dem mobilen Mac über-nehmen. Dabei wird eine Kopie der bearbeiteten Version des jeweiligen Bildes übertragen. In die umgekehrte Richtung geht das Kopieren dagegen nicht.

Möchte man Medien in iTunes auf den zweiten Mac übertragen, muss man die Privatfreigabe aktivieren, wozu man ein iTunes-Konto benötigt. Auf beiden Rechnern schaltet man die Privatfreigabe in iTunes über das Menü „Erweitert“ ein. Die normale Freigabe kann man in diesem Fall ausschalten. Die freigegebene iTunes-Mediathek erscheint in der Seitenleiste von iTunes unter „Freigaben“, ein Klick auf das Dreieck blendet die Kategorien ein. Nun lassen sich Medien mit der Maus auf den zweiten Mac übertragen. Um nur diejenigen Medien angezeigt zu erhalten, die sich noch nicht auf dem Zweitrechner befinden, stellt man links unten im Fenster im Aufklappmenü „Objekte ausserhalb meiner Mediathek“ ein.

Mediathek im Netz ablegen
Sowohl iTunes als auch iPhoto können Mediatheken öffnen, die im Netz auf einem anderen Mac oder auf einem Netzlaufwerk gespeichert sind. iPhoto verhält sich dabei aber sehr träge, wenn man eine Mediathek über das drahtlose Netz öffnet, um Bilder anzusehen oder zu bearbeiten, weshalb es sinnvoller ist, eine externe Festplatte als Speichermedium zu verwenden. iTunes hat dagegen keine Probleme, Musik und Filme über das WLAN abzuspielen.

Startet man iTunes mit gedrückter Wahltaste, öffnet sich ein Fenster, in dem man mit „Neu erstellen“ eine neue Mediathek anlegen oder mit „Wählen“ eine schon bestehende Mediathek auswählen kann. Das Speichern der Medien auf einem Netzlaufwerk benötigt aber deutlich mehr Zeit als das Speichern auf dem internen Datenträger oder einer externen Festplatte. Um die Mediathek auf einem Netzlaufwerk mit Inhalt zu füllen, ist es deshalb empfehlenswert, dies über eine Ethernet-Verbindung vorzunehmen, da das Kopieren der Daten über das Kabel wesentlich schneller funktioniert als über das WLAN.

iPhoto startet man ebenfalls mit gedrückter Wahltaste, um das Fenster zur Auswahl der Mediathek aufzurufen. Mit „Neu erstellen“ legt man eine Mediathek auf einem beliebigen Laufwerk an, mit „Andere Mediatheken“ wählt man eine bestehende Mediathek aus. Sowohl iTunes als auch iPhoto öffnen beim normalen Programmstart ohne gedrückte Wahltaste immer die zuletzt mit dem Programm verwendete Mediathek. Ist das Laufwerk, auf dem sich die Mediathek befindet, momentan nicht im Finder aktiviert, erhält man in iTunes einen Hinweis, und nach dem Klick auf „OK“ öffnet sich das Fenster zur Auswahl der Mediathek. iPhoto öffnet das Auswahlfenster dagegen sofort, ohne vorher einen Hinweis einzublenden. Legt man das Passwort für das Netzlaufwerk im Schlüsselbund ab, erspart man sich beim Aktivieren die Kennworteingabe. Durch die Möglichkeit, verschiedene Mediatheken abwechselnd zu verwenden, kann man unterwegs auf die Mediatheken auf dem internen Datenspeicher eines Macbook und zu Hause auf ein Netzlaufwerk oder externe Festplatten zugreifen. Quelle: macwelt.de

Beste Gruesse, Ralph Wagner
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