iPhone 4: Der Test

macwelt hat das neue iPhone 4 im Testlabor unter die Lupe genommen und sind der Auflösung des neuen Displays mit einer Spezialkamera nachgegangen. Wir vergleichen das Phone 4 mit dem iPhone 3GS und dem iPad.

Mit dem iPhone 4 hat Apple das Konzept des abgerundeten Handschmeichlers als iPhone-Vorbild verworfen. Das iPhone 4 wirkt härter, kantiger und auch technischer. Ein Metallrand als Rahmen, eine Glasrückseite, dazu gar sichtbare Schrauben. Das Design ist in seinen Details ein Bruch mit dem Aussehen der früheren Generationen.

Doch nicht nur die Optik ist neu, auch das Innenleben ist an vielen Stellen verändert. Am auffälligsten ist dies bei dem neuen Display. „Retina-Display“ nennt Apple dies. Weil es angeblich höher aufgelöst ist als das menschliche Auge. Unscharfe Kanten und fransige Schrift sollen damit der Vergangenheit angehören.

Auch sonst ist wenig beim alten geblieben: Der Prozessor hat jetzt wie im iPad das „Apple A4“-Logo, ist aber, wie die Tests zeigen, in etwa zwischen iPhone 3GS und iPad. Hier hat Apple offenbar die Takfrequenz von einem Gigahertz auf etwa 800 Megahertz gedrosselt, was dennoch einen merklichen Geschindigkeitsschub bringt.

Die Zahl der angekündigten Verbessungen ist lang: Bessere Kamera, die sogar in HD aufnimmt, längere Akkulaufzeit, es ist dünner und hat eine zusätzliche Frontkamera. Die Tests im Labor (siehe nächste Seite) geben Apple recht: Der Akku hält etwas länger, der Bildschirm schlägt sich in den meisten Disziplinen sehr gut und Fotos sowie Videos haben jetzt endlich eine sehr ordentliche Bildqualität.

Die Messergebnisse im Detail

Wir haben das iPhone 4 umfangreichen Tests unterzogen, die Apple Versprechen auf die Probe stellen. Die gute Nachricht: Das iPhone 4 kann in unserem Test fast überall tolle Ergebnisse erzielen. Es ist etwa 40 Prozent schneller als das iPhone 3GS und bringt damit noch etwas Extra-Leistung mit. Insgesamt fühlt es sich „direkt“ an. Alles läuft sehr flüssig, Nutzereingaben werden sofort umgesetzt. Dabei hilft auch das neue Multitasking, mit dem man blitzschnell zwischen Apps wechseln kann, ohne diese beenden zu müssen – sofern die Apps dies schon unterstützen.

Mit dem iPhone 4 surft man so schnell im Web wie mit keinem iPhone zuvor. Webseiten laden fast so schnell wie auf dem iPad und sind per WLAN subjektiv nicht viel langsamer als Safari am Mac vollständig geladen. Es zeigt sich auch, dass die WLAN-Verbindung beim iPhone 4 deutlich schneller ist. Dies liegt wohl an dem neuen WLAN-Chip, der erstmals auch den schnellen „N“-Standard unterstützt.

Prima auch, dass der Akku jetzt etwas länger hält. Beim Anschauen von Videos mit halber Helligkeit hält das iPhone 4 eine Stunde länger durch als das iPhone 3GS. Bei höherer Belastung relativiert sich die Akkulaufzeit jedoch: Bei voller Helligkeit und eingeschaltetem WLAN und Bluetooth liegt der Vorsprung nur noch bei 37 Minuten. Apple hat den iPhone-Akku zwar verbessert, Intensivnutzer werden dennoch immer wieder bangen müssen, ob der Akku den Tag übersteht.
Empfangsprobleme?

Die in vielen Foren angesprochenen Empfangsschwankungen, wenn man das iPhone fest in die Hand nimmt, können wir nicht schlüssig reproduzieren. Zwar schwankt die Empfangsanzeige – die ohnehin mehr Indikator als Messinstrument ist – tatsächlich je nachdem wie man das iPhone hält, allerdings steigen die Balken nach kurzer Zeit wieder auf den ursprünglichen Wert zurück. Verbindungsabbrüche oder eindeutige Transfereinbrüche konnten wir nicht erzeugen.

Es könnte sich dabei also tatsächlich um einen Softwarefehler handeln, wie Apple gegenüber dem Wall Street Journal angegeben hat. Möglicherweise interpretiert die Software elektrische Veränderungen in der Umgebung wie durch die Nähe zu einem elektrischen Leiter oder Störobjekt wie der Hand falsch und gibt deshalb diese Werte aus. Bei einem iPhone 3G mit iOS 4 zeigen sich ähnliche Effekte – ganz ohne Metallantenne im Gehäuserahmen.

Ganz anders sieht es dagegen beim GPS-Empfang aus. Hier hat Apple offenbar nachgebessert. Das iPhone 4 findet die aktuelle Position jetzt schneller als die Vorgänger.

Das Display im Detail

Besondern beeindruckend ist das Retina-Display. Die Messwerte bestätigen das, was das bloße Auge bereits wahrnimmt: Es ist eine sprichwörtliche Augenweide. Es wirkt gestochen scharf und auch Farben und Kontrast sind subjektiv hervorragend. Aus dem Labor kommt die Bestätigung für diesen Eindruck: besonders das Kontrastverhältnis ist enorm: beinahe 1300:1. Das ist sieben mal besser als beim Vorgänger, besser als beim iPad und besser als bei allen Macs und Apple-Displays!

Bei der maximalen Helligkeit und der Farbtemperatur liegt das iPhone 4 mit seinem Retina-Display in etwa mit dem iPhone 3GS gleichauf. Berichte, dass das neue Display dunkler und gelblicher sei als bei den Vorgängern, bestätigen sich im Labor nicht, optisch ist dieser Eindruck aber dennoch vorhanden. Das iPhone 4 stellt Inhalte im direkten Vergleich subjektiv etwas wärmer dar.

Unter unserer Spezialkamera mit starker Vergrößerung kann man gut erkennen, warum das iPhone 4 so scharf wirkt. Die vierfache Auflösung kann Schrift wesentlich detaillierter darstellen, sodass es mit bloßen Augen tatsächlich nicht möglich ist, Pixel zu erkennen. Erst in der Vergrößerung sieht man die einzelnen Bildpunkte.

Abzüge erhält das Retina-Display jedoch wegen seiner langsamen Reaktionszeit und der vergleichsweise ungleichmäßigen Ausleuchtung. Hier liegt es hinter dem Vorgänger und hinter dem iPad zurück.

Fazit

Das iPhone 4 ist sehr gelungenes Smartphone. Es wirkt hochwertig und robust, arbeitet subjektiv ohne Verzögerung und lässt sich jetzt auch gut als Kamera und Camcorder nutzen. Als alltäglicher Begleiter ist es deshalb noch besser geeignet als die Vorgänger. Der Bildschirm ist umwerfend und nicht nur extrem scharf, sondern auch enorm kontrastreich, sodass man hier beim Lesen von Texten kaum noch den Eindruck hat, dass man gerade von einem Bildschirm liest.

Es gibt allerdings auch Schattenseiten: Der Akkustand schwindet trotz der Verbesserung bei intensiver Nutzung recht schnell. Zudem ist das schicke Glasgehäuse anfällig für Fingerabdrücke. Auch die Rückseite verschmiert jetzt bei jeder Berührung.

In der Summe hat Apple hier so viele Details verbessert, dass sich ein Wechsel nicht nur von einem iPhone 3G, sondern sogar von einem iPhone 3GS lohnen kann. Interessenten sollten das Gehäuse und vor allem den Bildschirm in der Praxis ausprobieren, um sich ein Bild vom Umfang der Veränderungen machen zu können.

Quelle: http://www.macwelt.de

Beste Gruesse
Ralph Wagner

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