Betreibung: auch kleine Beträge einfordern

Im Regelfall ist das Betreibungsbegehren gegen einen Schuldner der Beginn des rechtlichen Inkassos. Es gibt immer wieder Leute, die es auf eine Betreibung ankommen lassen. Insbesondere bei kleineren Beträgen «gewinnen» sie sogar, da viele Gläubiger der falschen Auffassung sind, dass sich eine Betreibung «wegen CHF 100.–» doch nicht lohnt.

Grundsätzlich sollte jeder Betrag betrieben werden. Moralisch gesehen wären sonst alle diejenigen die Dummen, die kleinere Beträge pflichtbewusst bezahlen. Im Einzelfall kann es sicherlich vorkommen, dass Sie nebst Ihrem Guthaben auch noch die Betreibungsgebühren, welche der Gläubiger ja vorschiessen muss, verlieren. Gesamthaft und über eine längere Periode betrachtet, holen Sie so mehr Geld herein, als wenn Sie bei kleineren Beträgen regelmässig nichts unternehmen. Zur Einleitung der Betreibung ist ein «Betreibungsbegehren» notwendig. Dabei gelten folgende Grundregeln:

Betreibung – Formelles
Zur Einreichung des Betreibungsbegehrens kann das offizielle und gesamtschweizerisch einheitliche Formular verwendet werden, welches auf jedem Betreibungsamt gratis erhältlich ist (nur grosse Stückzahlen müssen bezahlt werden). Die Betreibungsämter akzeptieren aber auch Begehren, die nicht auf dem Formular eingereicht werden, jedoch alle geforderten Angaben enthalten sind.

Betreibung – Zeitliches
Das Betreibungsbegehren kann jederzeit gestellt werden. Unter bestimmten Voraussetzungen dürfen gegenüber dem Schuldner keine Betreibungshandlungen vorgenommen werden, mit Ausnahme des Arrests oder dringender Sicherstellungsmassnahmen (Art. 124, 162, 170, 183 Abs. 1, 283 und 284 SchKG).

Betreibung – Geschlossene Zeiten
Während den «geschlossenen Zeiten» dürfen gegen einen Schuldner keine Betreibungshandlungen vorgenommen werden:

-nachts, zwischen 20:00 Uhr abends und 07:00 Uhr morgens,
-an Sonn- und staatlich anerkannten Feiertagen.

Betreibungsferien
Unter den «Betreibungsferien» versteht man die Zeit, in der keine betreibungsrechtlichen Handlungen gegen einen Schuldner vorgenommen werden dürfen.

-7 Tage vor und 7 Tage nach Ostern und Weihnachten,
-vom 15. Juli bis zum 31. Juli.

Geschlossene Zeiten und Betreibungsferien müssen Sie aber nur bedingt interessieren: Sie können in dieser Zeit trotzdem ein Betreibungsbegehren stellen, der Zahlungsbefehl wird einfach erst nach Ablauf der Betreibungsferien dem Schuldner zugestellt.

Betreibung – Örtliches
Das Betreibungsbegehren muss immer bei dem Betreibungsamt eingereicht werden, in dessen Gemeinde der Schuldner den Geschäfts- oder Wohnsitz hat.

Ausnahmen
-Betreibungen gegen Schuldner ohne festen Wohnsitz können auch am Aufenthaltsort des Schuldners erfolgen muss aber belegt werden.

-Die Betreibung gegen eine Einzelfirma hat am Wohnort des Inhabers zu erfolgen.

Wenn bei einer Gemeinde die genaue Adresse oder der genaue Ort des Betreibungsamtes nicht bekannt ist, genügt es, wenn die Gemeinde in der Postanschrift angegeben wird.

Beste Gruesse
Ralph Wagner

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